Du hast mit det janze Politik-Zeug nichts am Hut?

Freitag, 31. August 2007

Hilfe für die Eltern von Frühchen

im aktuellen Blogeintrag beschäftigt sich Friedbert mit dem Thema "Frühchen" und psychosoziale Betreuung betroffener Eltern.

Sehr löblich solches Engagement.

Beendet wird der Beitrag mit folgendem Aufruf:

"Und in Berlin muss endlich Schluss sein mit den Streichorgien bei der Jugendhilfe! Dort arbeiten zum großen Teil Leute, die großartiges leisten, aber sie sind völlig überfordert."

Ich bin mir jetzt zwar etwas unsicher über den Zusammenhang zwischen Frühchen und Jugendlichen und hoffe nicht, dass mit dem Sparkonzept Friedberts jetzt eine Zusammenlegung der "Frühchenhilfe" und der Jugendhilfe intendiert ist.

Allerdings erlaube ich mir an dieser Stelle aufgrund des Angriffs gegen die Sparpolitik des Berliner Senats einen kleinen Rückgriff auf eine TAZ-Zeitungsmeldung vom Juni 2001.

"CDU spart in letzter Minute
Unmittelbar vor Beginn des Koalitionsausschusses präsentierte Diepgen gestern das Sparkonzept der CDU: Streichung im öffentlichen Dienst, bei Theatern und Kliniken, Stopp der Kanzlerbahn

(...)
Das von Diepgen gemeinsam mit Finanzsenator Peter Kurth (CDU) vorgestellte Sparkonzept hat ein Einsparvolumen von "700 bis 800 Millionen Mark". Hinzu kommen Einnahmeerwartungen und mögliche Privatisierungserlöse in Höhe von einer Milliarde Mark. Der Regierende Bürgermeister betonte, dass die Sparmaßnahmen möglichst nicht die Bürger, sondern zuerst die Politik und Verwaltung treffen sollen. Vom Rotstift weitgehend verschont sollen Bildung und Wissenschaft bleiben.

Unter anderem ist vorgesehen, im kommenden Jahr 1.000 Stellen im öffentlichen Dienst zusätzlich zu streichen und die Wochenarbeitszeit für Beamte um eine halbe auf 40 Stunden zu erhöhen. Den Vorschlag der SPD, den freiwilligen Polizeidienst der Hauptstadt in die Sparmaßnahmen einzubeziehen, lehnte Diepgen ab: "Das Knöllchenschreiben bringt mehr Geld ein, als das Personal dafür kostet."

(...)

Weitere Einsparungen erhofft sich die CDU durch die Rationalisierung bei Theaterwerkstätten und im Krankenhausbereich. Zudem schlug der Regierungschef vor, das Unfallkrankenhaus Marzahn vollständig zu privatisieren und eine weitere Wohnungsbaugesellschaft zu verkaufen.

(...)

Kommentar-Aufruhr

Sieben Einträge in zehn Tagen.

Nicht schlecht.

Bisher nüschts, was einen wirklich vom Hocker haut.

Da jibt et weitaus spannendere Politiker-Blogs.

Aber wie zu erwarten war jeht et vor allem in den Kommentaren zur Sache.
Ick würde ja soooooo jerne mal einen Einblick in die IP´s von den Kommentatoren haben.
Einige hören sich so extrem danach an, als würde sich ein eigenes Pflügerteam darum bemühen, die Diskussion zu manipulieren, dass es schon richtich peinlich ist.

Insbesondere Nathalie liest sich wie ein Pardebeispiel für "Wie-formuliere-ich-einen-selbstproduzierten-Kommentar-
so-dass-er-wie-von-einem-unschuldigen-Mädchen-formuliert-klingt".

  • Immer schön "ich denke" schreiben.

  • Ganz bewusst nicht "Blog" sondern "Block" schreiben.

  • Die abgelutschte Kritik an Wowereit (Instrumentalisierung seiner Homosexualität & sein Partyhengstimage) aufgreifen zwecks Diffamierung des politischen Gegners, ohne das dies irgendeinen Bezug zum Blog-Thema hat.




  • Nathalie schreibt:

    "Herrn Pflüger habe ich jedoch als engagierten Politiker erlebt, der sich auch nach Veranstaltungen noch lange nett mit Menschen unterhielt und auch Jugendprogramme unterstützt.
    Das ist jedoch nur mein persönlicher Eindruck."


    Komisch: Ich hinjegen habe Pflüger beim letzten Wahlkampf am Breitscheidtplatz gehört und jesehen. Da hat er jegen die Moschee in Pankow polemisiert und dann och noch über die armen Geschäftsleute am Bahnhof Zoo gesprochen, die jetzt wegen der Verlagerung des Zugverkehrs auf andere Berliner Bahnhöfe schlechtere Jeschäfte machen. Sorry,... det war nicht engagiert...det war den Leuten nach dem Mund jeredet. Und nach der Veranstaltung ist der Herr verschwunden.
    War nichts mit langen Unterhaltungen mit den Menschen.

    Wobei ick det selbe natürlich ooch bei anderen Politikern aller Couleur erlebt habe.

    Friedbert Pflügers erster Eintrag

    "Mir geht es um etwas anderes. Ich möchte Ihnen etwas von mir erzählen, eine Art politisches Tagebuch führen. Ich will Ihnen näher bringen, was mich ernsthaft bewegt und antreibt. Ich möchte Ihnen von meinen Empfindungen berichten, wenn ich morgens die Zeitung aufschlage, von meinen Erlebnissen im Alltag. Ich möchte, dass Sie mich etwas näher kennen lernen. Wie ist der zu seiner Entscheidung gekommen? Welchen Zwängen unterliegt er? Es soll einen kleinen Einblick in die „Werkstatt“ geben. Ich möchte Ihnen berichten von den Büchern, die ich lese und von Gesprächen, die ich führe.

    Vor allem bin ich aber an Ihren Reaktionen interessiert, die wir hier einstellen werden.

    Ich werde es nicht jeden Tag schaffen, eine Eintragung vorzunehmen, aber doch jeden zweiten oder dritten. Mal sehen, wie das Experiment läuft.... Ich würde mich freuen, wenn Sie mitmachen."


    ... na dann lassen wir uns doch einmal überraschen.