Du hast mit det janze Politik-Zeug nichts am Hut?

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Zäsur

Ick mache mir echt Jedanken, wat det Ding ist zwischen Blogbert und mir.
Blogbert nennt mich „seinen Blogfreund Pachulke“
Blogbert erzählt wat er jerade liest und fragt uns – seine Leser – wat wir denn wiederum so lesen.
Ick antworte Blogbert und et arbeitet in mir.
Ich machät denne nicht so wie die verschwurbelten Leser von Blogbert seinem Blog,… denk mir weeß ick wat für abjehobene Lektüre aus, die icke jetzt empfehlen muss – nur um zeijen zu können, dass ick mir uff eenem Niwoh bewejen tue, det sich mindestens auf´m Level von Reich Ranicki oder Schwanitz bewecht.
Ich denke zuerst an Harry Potter – merke, dass dette jetze nicht so wirklieh passt, merke dass „Russendisko“ wat ick derzeit jerade jelesen hatte, schon eher passt, überleje wat und warum mir det Buch wat bedeutet hat und stelle fest:
Hey! Det macht irjentwie Sinn, sich Jedanken darüber zu machen, warum eenem etwas wat bedeutet! – Lernt man wat über sich selbst und über seine Mitmenschen!
Neulich hah ick mich mit eener Frau unterhalten, die im deutschen Bundestag arbeitet und in Blogberts Heimat ooch schon eenen tieferen Einblick in Blogberts Wirken vor Ort hatte.
Die Frau hat mir denne Dinge erzählt, die mir Blogbert in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen, als er mir bei seinem Auftritten – beispielsweise im RBB – jeliefert hat.
Nu fraje ick mich: Wer ist dieser Blogbert, der in seinem Auftreten – meiner Ansicht nach – so eene jewisse Verkrampftheit besitzt und andererseits Dinge treiben soll, über die ick mich jetzt hier so in der Öffentlichkeit nicht näher auslassen möchte.
Wat ist det für eener, der in mir solche Jedanken in Jang setzt, die ick so vorher noch nicht jehabt habe?
Beispielsweise: lese ick jerade von Christa Wolf „Leibhaftig“:
Schon wieder een Roman, der sich mit unserer deutsch-deutschen Verjangenheit beschäftigt.
Man, man, man!
Die Frau hat es drauf! Ich kann ihr inhaltlich zwar nur – sagen wir mal zu 70% – folgen….aber jefühlsmäßig – womit ick meine: „sie packt mich…reisst mich mit in ihre Welt und so – hat sie mich zu 100% absorbiert.
Whow!
Die macht sich echt Jedanken darüber, wat sie bewegt…wat ihr wat bedeutet.
Det jeht – aber deutlichst – unter die Gürtellinie.
Ich würde sajen: Solche Literatur kann nur von eem Ostdeutschen jeschrieben worden sein.
Jroßartig!
Diese Kraft in den Jedanken, wie sie sich in Worten ausdrückt, habe ich nur noch ´89 vor der Wende bei eenem Besuch in eenem Ostberliner Club jespürt. Det war noch vor der Wende und ick alter Wessie war zu Besuch in Ostberlin und habe eine Punk/New Wave/DDR-Rockband jesehen, die war so wat von geil und innovativ und jut…Whow! (Hat mich so een bischen an FischerZ erinnert… nur besser)
So welche Jedanken hab ich mir vor der Lektüre von Blogberts Blog noch nie jemacht und von daher:
Danke Blogbert…det macht mir echt Freude!

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