Du hast mit det janze Politik-Zeug nichts am Hut?

Dienstag, 11. März 2008

Argument N° 2

Sie wohnen nicht neben, bzw. in der Nähe eines Flughafens?

Dann überlegen Sie sich einmal wie das ist. Ein Bekannter von mir wohnt am U- und S-Bhf Yorkstr. Das ist immerhin 1,7 km entfernt. Dennoch hört er auf den meisten Radiostationen das Piepen der Radaranlagen, hat doppelt gesicherte Fenster gegen den Fluglärm und darf ungefähr drei mal so oft wie ich seine Fenster putzen. Ein Flughafen in einem dichtbesiedelten Wohngebiet birgt auch die Gefahr eines Flugzeugabsturzes, was mitten in der Stadt sehr viel heftigere Folgen hätte, als auf dem Land. Nach den heutigen Sicherheitsbestimmungen wäre Tempelhof überhaupt nicht mehr genehmigungsfähig.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Eines stört mich an dieser Logik: Der Luftverkehr löst sich ja nicht in Luft auf, sollte er von Tempelhof abgezogen werden. Vielmehr fliegen die kleinen Maschinen eben nach Schönefeld, behindern dort die Jumbo-Jets, die dann etliche Warteschleifen drehen dürfen. Ist das sinnvoll? Zumal der Geschäftsflugverkehr stark wachsen wird?

Auch in Schönefeld und Umgebung (Köpenick) wohnen Menschen, die durch Luftverkehr belastet werden und sicher auch häufiger ihre Fenster putzen müssen. Warum sollen sie durch den langsamen Privat- und Geschäftsflugverkehr zusätzlich und überproportional belastet werden???

Das ist eine ziemlich egoistische Sichtweise, die genauso wenig überzeugt wie z.B. die von einigen Tempelhof-Gegner angeführten Umweltschutzargumente - eben weil der Luftverkehr nicht verschwindet, sondern nur umzieht. Berlin würde jedoch einen Flughafen mit allen verbundenen wirtschaftlichen Möglichkeiten verlieren...